// Ratgeber für naturbelassenes Rizinusöl

Abführende Lebensmittel

Wir haben eine Liste mit bewährten natürlichen Abführmitteln zusammengestellt. Hierbei handelt es sich ausschliesslich um abführende Lebensmittel.

Wenn der Darm verstopft ist, helfen abführende Lebensmittel. Einige dieser Lebensmittel sollten zur täglichen Ernährung gehören, wobei etwas Umsicht geboten ist - bei an sich normaler Darmtätigkeit führen sie unter Umständen zu Durchfall. Allerdings reagieren einzelne Menschen sehr unterschiedlich darauf. Sauerkraut oder Kaffee lösen manchmal sehr viel und manchmal fast gar nichts aus. Auch die Menge dieser Lebensmittel, die wir zu uns nehmen, beeinflusst naturgemäß den abführenden Effekt mehr oder weniger stark.

Die Inhaltsstoffe sind dafür verantwortlich, dass manche Lebensmittel unseren Darm richtig in Schwung bringen. Einige Produkte mit viel Ballaststoffen wie Nüsse, Leinsamen oder Weizenkleie wirken nur langsam. Sie befördern eher den regelmäßigen Stuhlgang. Ballaststoffe gehören auf jeden Fall zu einer ausgewogenen Ernährung. (Es gibt auch eine Vielzahl glutenfreier Produkte mit hohem Ballaststoffanteil.)

Auch Milchprodukte wie Buttermilch und Joghurt unterstützen mit ihren Bakterien die Darmflora - echte Abführmittel sind sie aber nicht. Zuckerfreier Kaugummi und ebenso Bonbons mit dem Süßstoff Sorbit bringen den Darm beim verzehr großen Mengen in Wallung. Grundsätzlich sollte immer ausreichend Flüssigkeit getrunken werden. Zusätzlich haben sich die folgenden natürlichen Abführmittel bewährt:

Liste abführender Lebensmittel

  • Sauerkraut
  • Trockenobst (Pflaumen, Trockenfeigen)
  • Weintrauben
  • Wassermelonen
  • Meerrettich
  • Gemüsecocktail
  • Obstsäfte (Apfelsaft, naturtrüb)
  • Ballaststoffreiche Getreide und Pseudogetreide
  • zuckerfreie Kaugummis und Bonbons (eher unfreiwillig, wenn sie in großen mengen verzehrt werden)
  • Ananas
  • Oliven- oder Leinöl
  • Wasser
  • Kaffee (mit Vorsicht, siehe unten)

Liste regulierender Lebensmittel

  • Joghurt und weitere Sauermilchprodukte
  • Nüsse
  • Haferflocken
  • Weizenkleie
  • Leinsamen
  • Vollkornprodukte

Abführende Lebensmittel für Kinder

Gerade sehr kleine Kinder und Babys müssen wir beim Stuhlgang unterstützen. Dieser verläuft aber gerade in den frühesten Lebensjahren sehr unterschiedlich. Säugling können täglich viermal oder nur alle vier Tage Stuhlgang haben und in beiden Fällen kerngesund sein. Sollten sie sich wohlfühlen, ist alles in Ordnung. Bei Kleinkindern reicht in der Regel ausreichendes Trinken. Ansonsten gibt man Kindern bevorzugt folgende abführenden Hausmittel:

  • Apfelsaft
  • Trockenfrüchte (sehr gern getrocknete Aprikosen oder Backpflaumen)
  • leckeres Müsli mit viel Ballaststoffen

Die Wirkung einiger abführender Lebensmittel

Zunächst einmal sind abführende Lebensmittel stets eher zu empfehlen als der Einsatz von Abführmitteln, wie Rizinusöl. Der regelmäßige Einsatz von Abfühmitteln belastet den Darm, der immer träger wird. Die natürlichen Hausmittel hingegen beheben die Verstopfung auf gesunde Weise und ohne schädliche Nebenwirkungen. Sie helfen im Gegenteil dem Darm, indem sie ihn aktivieren und entgiften. Verstopfung als Dauerzustand sollte niemand zulassen, sie führt zur Vergiftung, möglicherweise zu Darmkrebs und oft zu Hämorrhoiden. Ebenso sollte niemand seinen Stuhlgang aus gesellschaftlichen Rücksichten heraus (unter Kollegen, auf Reisen, bei neuen Partnerschaften) zurückhalten. Wir sprechen alle nicht gern über dieses Thema, doch das ist verkehrt. Vielleicht sollten die Medien etwas weniger die Sexualität und etwas mehr die gesunde Verdauung thematisieren - auf behutsame Weise, versteht sich.

Eine gesunde Ernährungsweise verhindert Verstopfung recht zuverlässig. Ungesund sind hingegen eine permanente stärke- und zuckerreiche, aber ballaststoffarme Ernährung und zu wenig Bewegung. Allerdings wird sie auch durch virale Infekte und durch manche Medikamente begünstigt. Betrachten wir nun die Wirkung einiger abführender Lebensmittel. Der oben genannte Kaffee ist für viele Menschen das Mittel der 1. Wahl für morgendlichen Stuhlgang, doch wir raten zur Vorsicht. Kaffee ist zwar nicht per se ungesund, er hat eine antioxidative Wirkung und regt den Kreislauf bei mäßigem Genuss durchaus vernünftig an, auch seine Wirkung auf den Darm ist unumstritten. Allerdings kann er den Körper auch in einen künstlichen Dauerstress versetzen. Er führt zur Ausschüttung von Stresshormonen, die wiederum die Darmschleimhaut reizen, was einerseits zur Darmentleerung, andererseits aber auch zu einem “falschen” Hungergefühl führt. Wir wollten Kaffee dennoch nicht von der Liste der abführenden Lebensmittel streichen, denn einige Menschen vertragen ihn außerordentlich gut. Die Wirkung sollte nur bekannt sein. Einige andere Mittel können Sie wie folgt anwenden:

  • Trockenobst: Eine Studie aus dem Jahr 2011 hat belegt, dass Trockenobst den medikamentösen Abführmitteln überlegen ist. Die Patienten erhielten über drei Wochen hinweg 50 g getrocknete Pflaumen und/oder anderes Trockenobst pro Tag, anschließend nahmen sie drei Wochen lang täglich 11 g Flohsamen zu sich. Diese Kombination wirkte Wunder. Trockenobst hilft am besten.
  • Weintrauben führen nicht nur ab, sie reinigen auch das Verdauungssystem durch die Verbindung Zellulose und organischen Säuren in diesem Obst. Damit die Wirkung spürbar ist, sollten Sie täglich 350 g Weintrauben mit Kern verzehren. Die kernlosen Züchtungen enthalten zu viel Zucker.
  • Wassermelonen helfen ebenfalls als kernhaltige Sorte, die Kerne sollten Sie sogar zerkauen. Für die abführende Wirkung müssen Sie Wassermelonen nicht als Dessert, sondern auf leeren Magen essen, weil sie sehr schnell verdaut werden.
  • Scharfer Gemüsecocktail enthält Saft aus Tomaten, Karotten, Meerrettich und Sauerkraut.
  • Meerrettich im Ganzen - in die Suppe geschnitten - ist ein hervorragendes, sehr wirksames und dabei höchst gesundes Abführmittel.

Abnehmen mit abführenden Lebensmitteln?

Diesen Gedanken haben manche Menschen, doch es ist zur Vorsicht zu raten. Zu viele abführende Lebensmittel oder gar Abführmittel führen zu Durchfall, der dem Körper Wasser und Mineralstoffe entzieht. Ein normaler Stuhlgang mit weichem, aber nicht flüssigem Stuhl wird durch eine gesunde Ernährung auch mit den oben genannten regulierenden Lebensmitteln unterstützt. Bewegung ist Gold wert. Wer weniger isst, hat auch weniger Stuhlgang, manchmal nicht mehr täglich, was vollkommen normal ist. Bei einer kleinen Fastenkur mit Säften und Wasser, Bewegung (mäßiges Wandern) und ohne feste Nahrung verschwinden am zweiten Tag das Hungergefühl und der Stuhlgang. Der Körper wird durch die reduzierte bis abgebrochene Verdauung entlastet, wir fühlen uns mental fit und ausgeruht. Das ist für normal ernährte Menschen mit leichtem bis stärkerem Übergewicht gesund, wenn keine Schwindelgefühle oder ähnliche Symptome einer Unterzuckerung auftreten. Hunger hat beileibe nicht immer etwas mit fehlender Nahrung zu tun, er ist auch ein Zeichen von Stress. Abnehmen durch Abführen aber ist nicht gesund.

Hinweis: Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben dienen lediglich der allgemeinen Information und können eine ärztliche Beratung oder die Behandlung durch entsprechend ausgebildete Ärzte nicht ersetzen.


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